Nikolausrudern unter Wolke 11

Es muss schön sei, da oben auf Woke 11. Da sitzen die Engel und gucken, wie unten auf dem Rhein gerudert wird. Wenn dann einmal im Jahr alle Ruderer ihre Nikolausmützen anziehen, freuen sich die Engel besonders.

Und wenn die anschließende Nikolausfeier besonders schön geraten ist, dann steigen sie sogar hinab von ihrem Wolkenthron und begeben sich in die Niederungen des Clubs für Wassersport. Lange hat man sie nicht mehr gesehen, aber in diesem Jahr waren sie tatsächlich da.

Das Ziel: Der Kölner Dom

 

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Doch der Reihe nach, denn erst einmal mussten die Nikoläuse ja auf den Rhein, um zu rudern. Rheinabwärts gings bei strahlendem Sonnenschein recht schnell. Das Ziel, wie immer in den letzten Jahren: der Dom. Da sind auch tatsächlich 26 Nikolausruderer angekommen. Es war nur etwas schwierig, alle aufs Bild zu bekommen. Das hatte Marco aber zum Glück schon vor dem Start gemacht und so gab es das Gruppenbild mit Weihnachtsmann.

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Da so viele unterwegs waren, gab es am Steg einen gewissen Nikolausstau, aber das war nicht weiter schlimm. Die Presse hat sich jedenfalls über die schönen Fotomotive gefreut.

So mancher Nikolaus machte ja auch durchaus eine gute Figur … beim Warten und beim „Boote-halten“. Alle waren guter Dinge. Bei fast frühlingshaften Temperaturen fielen im Laufe der Fahrt dann die Hüllen, zumindest so manche Mütze. Aber auch das machte nichts, denn es hatten noch genug Ruderer ihre weihnachtliche Kopfbedeckung auf, so dass einige Passanten am Wegesrand  ihre Kamera zückten.

Wenn der Hintern nicht mehr will…

Da von uns Ruderern jeder selbst ein Foto mit Booten machen wollte, reihte sich ein Boot hinter das nächste. Etwas schwierig für das vorderste Boot, da dann noch ein Bild mit anderen Booten vor dem Dom zu bekommen. In dem Boot saß ich natürlich…

Rheinaufwärts zog es sich dann naturgemäß ein wenig in die Länge. Viele Schiffe verkürzten unsere Pausen und am Ende taten selbst erfahrenen Rudernikoläusen der Hintern weh. Da halfen dann etwas Wein und Stollen zum Vor-„Glühen“ in der Bootshalle für die große Feierstunde.

Ein gemeinsames Fest!

Gemeinsam mit dem TPSK und unseren Motorbootfahrern und Seglern wurde es dann in der Clubgastronomie ein großes Fest. Die schöne weihnachtliche Deko fiel gleich ins Auge und auch das Buffet war sehr lecker. Nur von der Vor- und Nachspeise habe nicht alle etwas abbekommen. Ob da Knecht Ruprecht seine Finger im Spiel hatte? Der kam nämlich in Begleitung des Ersatzengels von Wolke 11 (alias Christoph Kienle siehe  Artikelbild), rasselte aber nur müde mit den Ketten an seinem Rollator.

Die drei Engel Anna-Luisa, Dieter und Gustav bildeten die Vorhut und kündigten schon mal an, dass da noch was kommen würde. Der Ersatzengel erschien als Ersatz für den Nikolaus. Der war wohl ikognito mit beim Rudern gewesen und wahrscheinlich tat ihm einfach sein Hintern zu weh.

„Ich bin ene Engel und nur Ersatz…“

„Auf Wolke 11 ist sonst mein Platz , ich bin ’ne Engels und nur Ersatz…“ hob Engel Christoph an aus seinem goldenen Buch zu lesen. Nach dem er sich freudig über das bunte Bild der Nikoläuse auf dem Rhein ausließ, legte er den Finger in die Vorstandswunde. Warum denn die beiden Rudervereine TPSK und CfWP nicht mehr miteinander feiern würden, warum die Postler zum großen Jubiläumsfest im September nicht explizit eingeladen worden seien und warum denn all die nötigen Reperaturen an Steg, Hafen und den Bootshallen so langedauerten? Auf Antwort hat er zum Glück icht gewartet, denn die hätte den Rahmen der Veranstaltung gesprengt

Weiter gings im vergnüglichen Programm mit Ausschnitten aus der Kölschen Weihnacht. Texte und Lieder, also Leeder, Krätzjer und Verzällcher, vorgetragen von einem Überraschungsgast, dessen Namen ich hoffentlich noch erfahre. Und nicht zu vergessen, da gab es da auch noch die Jubilare.

Wo waren denn die Jubilaren?

 

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Nachdem sich die Vorsitzenden beider Vereine erst einmal bei den Haupt-Organisato- ren Moni, Anna-Luisa und Almuth bedankt hatten, waren die Jubi- lare dran. Bei CfWP führte Rudolf Trum die Liste an, der im Alter von 89 Jahren auf 70 Jahre Clubmitgliedschaft zurückblicken kann. 50 Jahre ist in diesem Jahr Herbert Weise dabei und auf 40 Jahre Mitgliedschaft können Irene Bender, Wolfgang Gell, Josef Floßbach und Wilfried Stock stolz sein. Geehrt wurden auch Katja Polzenberg und Christoph Gloeckner für ihre 25-jährige Mitgliedschaft. Leider war bis auf Wolfgang keiner da, um seine Ehrennadel in Empfang zu nehmen. Ich kann nur sagen: Die haben allewas verpasst!

(PS: Wer die Bilder groß sehen möchte, einmal klicken und dann im Fenster, das sich dann öffnet noch mal auf das Bild klicken)

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Text und viele der Bilder: Gaby Reucher