| Die nächsten Wochen... |
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| 10.09.-12.09.2010 00:00 Uhr 30. Inselsternfahrt... [mehr] |
| 10.09.2010 19:00 Uhr Kameradschaftsabend... [mehr] |
| 11.09.2010 19:00 Uhr Festveranstaltung mit Siegerehrung... [mehr] |
| 12.09.2010 10:00 Uhr Frühschoppen... [mehr] |
| 17.09.-19.09.2010 00:00 Uhr 45. Wanderrudertreffen 2010 in Kleve... [mehr] |
| 25.09.2010 07:00 Uhr Clubwandertag... [mehr] |
| 25.09.2010 10:00 Uhr Arbeitsdienst 3 (Haus & Hof)... [mehr] |
| 01.10.2010 19:30 Uhr Clubabend... [mehr] |
| 09.10.2010 15:00 Uhr Abfahren/Absegeln... [mehr] |
| 24.10.2010 00:00 Uhr Abrudern... [mehr] |
| 25.10.2010 19:00 Uhr Beginn des Hallensports... [mehr] |
| 30.10.2010 07:00 Uhr Auskranen... [mehr] |
| 05.11.2010 19:30 Uhr Clubabend... [mehr] |
Daten einer Überführung im Vergleich
Vier Boote des CfWP haben den unten kurz dargestellten Weg zur Ostsee 2003 für die Hin- und drei für die Rückfahrt gewählt. Für die zwei Segler gestaltete sich die Rücktour etwas schwieriger. Der Rheinpegel erzwang Pausen. Die Jolly hat es bis Hitdorf geschafft, die Rasmus steht im Hafen aber nicht an ihrem Platz. Ein Motorboot überwintert in Baarth.
Zweck dieses Beitrags ist, andere einerseits zur Nachahmung zu ermuntern und andererseits auch eine Planungsgrundlage zu geben. Die hoffentlich noch folgenden Reiseberichte der Fahrten von Lübeck aus, werden dazu bestimmt beitragen.
Es sind folgende Gewässer zu befahren: Rhein, RHK ( Rhein Herne Kanal), DEK ( Dortmund Ems Kanal), MLK ( Mittellandkanal ), ESK ( Elbe Seitenkanal ), Elbe und ELK ( Elbe Lübeck Kanal ).
| Kanal | Schleusen | Hebewerk |
|---|---|---|
| RHK | 5 | - |
| DEK | 1 | - |
| MLK | 1 | - |
| ESK | 1 | 1 |
| ELK | 7 | - |
| Summe | 15 | 1 |
| Strecken | KM Buch | Fahrzeit R | Eh R | Fahrzeit N | Eh N | Fahrzeit J | Eh J | Fahrzeit S | Eh S |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rhein | 103,3 | 5,93 | 4,8 | ||||||
| RHK | 45,6 | 8,5 | 4,2 | ||||||
| DEK | 92,9 | 8,68 | 8,4 | ||||||
| MLK | 233,6 | 23,53 | 23,8 | ||||||
| ESK | 115,2 | 13,92 | 10,4 | ||||||
| Elbe | 3,8 | 0,53 | 0,4 | ||||||
| ELK | 71,4 | 9,63 | 8,5 | ||||||
| Summe | 665,8 | 70,73 | 56,8 | 660,5 | 50 |
In der obigen Tabelle bedeutet R Rasmus, N Nandana, J Jolly und S Stromer. Die Zeiten sind in Dezimalstunden angegeben ( leichter zu rechnen ). Unter Fahrzeit versteht sich die Zeit zwischen Start morgens und Festmachen abends. Eh sind die Motorbetriebsstunden. Wir - die Rasmus - sind eine Nauticat 33 Baujahr 1977. Sie wiegt reisefertig ca. 10 t und ist jetzt mit einem Deutz TD 229-4 der Leistung 74 kw und einem 4-blättrigen Propeller 24/22 motorisiert.
Auf dem Hinweg haben wir pro Schleuse ca. 1 Stunde gebraucht. Vor dem Hebewerk übernachteten wir allerdings. Auf dem Rückweg brauchten wir für die Strecke ohne Rhein 58 Stunden 55 Minuten, waren also 5 Stunden 53 Minuten schneller. Wir hatten keine Reparaturen. Für den Rhein brauchten wir stromauf 12 Stunden 40 Minuten also 6 Stunden 44 Minuten mehr.
Es ergibt sich eine Geschwindigkeit von 11,9 Km/h, wenn man die Wartezeiten ( ohne Hebewerk ) mit einbezieht: 9,5 km/h. Nur 8,7 km haben wir für Manöver gebraucht.
Bei einem Verbrauch von 4,078 l/h ergibt sich ein Verbrauch von 231,6 Litern Diesel für die Hinfahrt oder 0,343 l/km. Über die Rheinstrecke zu Berg kann ich leider noch nichts berichten.
Dies sind die nüchternen Zahlen. In den 70 Stunden 44 Minuten Fahrzeit der Hinfahrt verbergen sich bei uns aber auch einige Reparaturen mit den entsprechenden Aufregungen. Für den Rückweg brauchten wir auf der Kanalstrecke ca. 6 Stunden weniger und nur 3,2 Stunden mehr als die Nandana. Von allgemeinem Interesse könnte unser Erlebnis mit der FTG 9 sein, was auch einige Zeit benötigte:
Wir kamen bei Dämmerung in Wittingen an. Von weitem bot sich uns ein Durcheinander von Positionslichtern. Über Kanal 10 bat man uns langsam zu fahren und war erleichtert als wir uns als Sportboot zu erkennen gaben. Am Ort des Geschehens angekommen, sahen wir ein abgeladenes Tankschiff vor der Sportboothafeneinfahrt liegen und 4 Sportboote, die versuchten den Tanker frei zu schleppen. Ein leeres Frachtschiff half schließlich den Havaristen in den gegenüberliegenden Hafen zu bugsieren. Wir Sportboote schoben den Tanker dann nur noch an die Ölpier. In der Hafenkneipe erfuhren wir dann den Anfang der Geschichte. Dem Tanker ist bei ESK-Kilometer 45 die Einspritzpumpe geborsten. Er kam mit seinem Schwung dann noch 7 Kilometer weit bis Km 38, wo er sich quer in den Kanal stellte. Die 4 Sportboote haben die FTG 9 wieder gerade geschleppt aber mangels Erfahrung vor der Hafeneinfahrt auf Grund gesetzt.
Für uns Sportbootfahrer ist der Bremsweg oder die Treibstrecke von 7 Km von Interesse, die bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 10 Km/H in stehendem Wasser zu Stande kam. Sie zeigt welch geringe Möglichkeiten ein Schiffer hat, vor einem Sportboot zum stehen zu kommen sei es mit, gegen den Strom oder ohne Strom. Auf jeden Fall sollte man als Sportboot hinter den Großen sein denn die haben so gut wie keine Möglichkeit uns auszuweichen oder zu stoppen.
Die Rückfahrt hatte als Adrenalinstoß nur eine Nachtfahrt zu bieten. Durch den ELK schleppten wir einen Jollenkreuzer aus Harburg, dem der Außenborder ausgefallen war.
Diese Strecke hat, wenn man sich Zeit lässt, viele sehenswerte Städte zu bieten. Herr Sudmann vom Motoryachtverband erstellt - soviel ich weiß - gerade entsprechendes Kartenmaterial.
Für mein Boot errechnet sich ein Treibstoffbedarf von ca. 460 Litern Diesel oder zurzeit ca. 420.00 €. Bei viel Zeit ( Rentner oder so ) kommen natürlich die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke viel stärker zum Tragen, so dass allein deswegen die Fahrt von Interesse ist.
