Das  Domizil des Club für Wassersport Porz – CfWP – gegründet im Jahr 1926 zur Ausübung des Paddel – Ruder- und Segelsports, war von seiner Gründung bis zum zweiten Weltkrieg der Keller des „Lindenhof Porz“ eines bekannten Tanzlokals, an das sich noch einige Kölner der älteren Generation erinnern werden. Trotz Wirtschaftskrise schwang sich die junge Gemeinschaft zu einem der führenden Vereine in Porz auf. Ab dem Jahr 1936 nahm man am Rennsport teil, eine Tennisriege wurde gegründet.

Der Bootsbestand wurde 1943 zu 70 % zerstört, die restlichen Boote zu ihrem Schutz im Lindenhof-Keller eingemauert, der Ruderbetrieb kam zum Erliegen. 1945 versuchte eine Handvoll Mitglieder, beseelt vom Wassersport und in Anhänglichkeit an den Club den CfWP wieder in Gang zu bringen. Der Bootskeller des Lindenhofes musste geräumt und eine neue Bleibe gefunden werden. Bei ihrer Suche stießen die Mitglieder auf einen brachliegenden Brauereikeller, oberhalb des Rosenhügel am Zündorfer Rheinarm gelegen. Zwar war der Keller halb verfallen und verwahrlost, schien aber für die Zwecke der Ruderer brauchbar zu sein.

Mit der Gemeinde Porz wurde über Grundstück und Kellerräume ein Pachtvertrag geschlossen, der 1951 in einen Zuwendungsvertrag umgewandelt wurde, d. h. die Gemeinde übertrug das Eigentum an Grundstück und Keller dem CfWP und verpflichtete den Verein zur Rückgabe bei Einstellung des wassersportlichen Betriebes. Mit ungeheurer freiwilliger Arbeitsleistung der Clubmitglieder wurde der Keller in den Jahren 1946 bis 1948 entschuttet, es wurde Platz für Boote, Duschen, Toiletten und Umkleideräume geschaffen, die bis 1961 ihren Dienst tun sollten.

1961 wurde der Grundstein zum jetzt bestehenden Haus gelegt, das 1963 eingeweiht werden konnte.

Das Vereinsleben blühte auf, auch der Sportbetrieb erlebte in dieser Zeit einen enormen Aufschwung. Anfang der 1970er Jahre wurde das Rennrudern gewagt, durchaus erfolgreich, da div. Meisterschaften gewonnen wurden. In den 80er Jahren konnte der Rennbetrieb nicht mehr fortgeführt werden, da der Rhein als Trainingsgewässer ungeeignet ist. Man beschränkte sich auf das Wanderrudern auf nationalen und internationalen Gewässern.

1975 wurde mit dem Ausbau des Hafens begonnen. Es wurde eine Steganlage für 120 Bootseinheiten gebaut. Dem CfWP wurde neben der Ruderabteilung eine Segel- und Motorbootabteilung angegliedert. Der Platzbedarf für mehr als 320 Mitglieder, davon ca. 130 Ruderer wurde größer, daher wurde 1992 das Haus dem heutigen Bedarf angepasst. Es wurde in Kraftraum geschaffen und die sanitären Anlagen wurden modernisiert. Das Haus bietet heute ausreichend Platz zum Trainieren und zum Feiern.

Ein finanzieller und arbeitsintensiver Kraftakt war die grundlegende Renovierung der Steganlage im Yachthafen, damit einhergehend die Installation von Elektro-Einzelanschlüssen und einer Schmutzwasser- und Fäkalienabsauganlage.

Zu seinem 50. Geburtstag im Jahre 1976 veranstaltete der CfWP zum ersten Mal das Wanderrudertreffen in Porz, im Jahre 2006 zum 80. Club-Geburtstag wurde es zum zweiten Mal nach Porz geholt. Die Vorbereitungsarbeiten, die ein Jahr lang dauerten, wurden zusammen mit den Ruderern der Telekom-Postsportgemeinschaft TPSK, die seit 2000 beim CfWP beherbergt, jedoch selbstständig ist, ausgeführt.

Bereits im Jahr 2000 gewann die Ruderabteilung des CfWP den vom Deutschen Ruderverband gestifteten Wanderruderpreis zum ersten Mal, ebenso in den Folgejahren, so dass der Wanderpreis inzwischen dreimal im CfWP verbleiben durfte.

Für Sommer und Herbst sind noch Ruderwanderfahrten zu verschiedenen Zielen, u.a. zum Wanderrudertreffen in Kleve vorgesehen. Die Motorbootabteilung wird im September wieder die beliebte Insel-Sternfahrt durchführen.

In dem im Jahr 2008 angelegten gemütlichen Biergarten werden viele fröhliche Stunden verbracht.

Das heißt nicht, dass die Zeit stehen bleibt. In diesem Jahr sind einige Arbeiten zur Renovierung des Hauses geplant, der Hof muß geändert werden, um zusätzlichen Platz für das Winterlager der aus dem Yachthafen auszukranenden Segel- und Motorboote zu schaffen.

Mit viel Aufwand wird jährlich ein Schnupperkurs für Ruderer durchgeführt, der regen Anklang findet. Durch zahlreiche Zugänge kann die Fluktuation im Rahmen gehalten werden. Ein Segelkurs für Jugendliche unter Leitung eines hauptamtlichen Segellehrers ist für 2016 geplant.