| Die nächsten Wochen... |
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| 19.02.2012 12:00 Uhr Treffen zum Porzer Zug... [mehr] |
| 19.02.2012 15:00 Uhr Hausball: Treffen nach dem Porzer Zug im Club... [mehr] |
| 22.02.2012 19:30 Uhr Fischessen im Club (Gastronomie)... [mehr] |
| 27.02.-13.03.2012 00:00 Uhr BETRIEBSFERIEN der Gastronomie... [mehr] |
| 02.03.2012 19:30 Uhr Clubabend... [mehr] |
| 09.03.2012 18:00 Uhr Mitgliederversammlung Jugend... [mehr] |
| 09.03.2012 20:00 Uhr Mitgliederversammlung Semo... [mehr] |
| 09.03.2012 08:00 Uhr Mitgliederversammlung Jugend... [mehr] |
| 16.03.2012 20:00 Uhr Mitgliederversammlung Rudern... [mehr] |
| 31.03.2012 07:00 Uhr Einkranen... [mehr] |
Herbsttörn 2004 - Kroatien
Auch dieses Jahr machten sich die Herbstsegler des CfWP und ihre Freunde zu einem Segeltörn auf. Als Revier hatten wir uns Kroatien ausgesucht. Die Basis war Trogir, eine Stadt die zum Weltkulturerbe gehört, 10 km vom Flughafen Split entfernt.
Abflug der 15 Mann war 12.40 Uhr von Düsseldorf am 9.10. Die Übernahme und Einweisung erfolgte am selben Abend. Auf unserem Boot fehlte nur der größte Teil der Segellatten, da die Verschlüsse zerstört waren. Sonst fanden wir keine Fehler. Beulen in der Steuersäule maßen wir keine Bedeutung zu. Bei den anderen beiden Mooring 494 fehlte mehr. Deshalb war wohl die Einweisung bei uns. Abends gingen wir alle zusammen in die schöne Altstadt, sie gehört zum Weltkulturerbe, und aßen recht gut, aber auch teuer. Andreas ist unser Dolmetscher. Er hat uns die Rechnung übersetzt, was sie aber nicht kleiner machte.
Wolfgang Gloeckner hat sich um die kulturellen Aspekte der Reise gekümmert. Das ist eine schwere Aufgabe, denn der harte Kern dieser Seglergruppe huldigt dem alten Lehrsatz unseres nautischen Ziehvaters Quegges: Kirchen von außen, Berge von unten und Kneipen von innen. Wer Quegges kennt, weiß, dass er sich selbst nie so ganz daran gehalten hat. Mir tun heute noch die Füße weh, wenn ich an so manche kulturellen Unternehmungen während unserer Segeltouren denke. Ich schreibe nur schöne Altstadt, und Wolfgang wird euch die Geschichte etc. nahe bringen!
Die Altstadt von Trogir (10.000 E) liegt wunderschön auf einer kleinen Insel zwischen dem Festland und der Insel Ciova. Sie ist in beiden Richtungen durch Brücken angebunden. Das Stadtbild enspricht unverändert dem des mittelalterlichen Handelsortes. Meister Radovan schuf im 13.Jh. die Skulpturen Adam und Eva neben dem Eingang der Kathedrale Sv. Lovro. Nicht zu übersehen ist auch der Einfluß der Venezianer. Von der Marina aus hat man einen hübschen Blick auf die Stadt und Festung mit wuchtigem Rundturm (15.Jh.)
Sonntag
Sonntag: Wir haben uns die Insel Vis als Ziel genommen. Um 11.30 Uhr kommen wir endlich los. Der Wind in der Bucht weht mit 3- 4 Bft.. Unter Segel verlassen wir die Bucht. Der Wind nimmt zu. Wenn alles gut geht, können wir ohne einen Kreuzschlag in den Hafen von Vis segeln. Leider können wir die Höhe nicht ganz halten. Wolfgang fällt etwas ab und lässt die kleine Insel Stipanska an backbord. Jetzt laufen wir 11.8 Kn hoch am Wind bei 6 - 7 Bft. Wir halten diesen Kurs solange, bis der Hafen Vis genau im Wind liegt und fahren die letzten 5 sm unter Motor. Um 18.13 Uhr kommen wir als zweite in den Hafen. Making Smiles ist noch mehr sm unter Maschine gefahren. Auf ihrem Schiff löste sich die Bremse der Ankerwinde und ca.1,5 tn Kette samt Anker baumeln vor dem Schiff im Wasser. Die Winde schafft dieses Gewicht nicht. Die Crew muss die Kette mit der Hand und den Genuawinschen aufholen. Bei dem Seegang kein Vergnügen.
Jojo segelt dafür bis in den Hafen. Wir haben 36,3 sm auf der Logge. Günther hat damit einen Grund seine Kochkünste vorzuführen. - Schon mal im voraus: sie bringen einem im Schnitt 3-4 kg Zusatzgewicht auf der Waage.-
Vis ist eine landschaftlich sehr reizvolle Insel. Der Hauptort (2000 E) gleichen Namens wurde 397 v.Chr. von Syrakusern gegründet und ist der älteste Ort Dalmatiens. Er bestehteigentlich nur aus einer Häuserreihe mit k.u.k.-Häuserfronten und Palazzi, die direkt am Wasser der tief eingeschnittenen Bucht liegen. Im letzten Jahrhundert gehörte Vis zu Österreich-Ungarn. Die Marine von Kaiser Franz-Josef versenkte von hier aus im Jahr 1866 einen Teil der italienischen Flotte. Ansonsten ist die Insel mit rotem Boden für ihren Wein bekannt.
Montag
Montag: Das Wetter ist immer noch durchwachsen. Der Wetterbericht beim Hafenmeister sagt Flaute voraus, im Hafen sind 3 bis 4 Bft. Wir wollen nach Korcula auf Korcula. Also legen alle ab, wir als letzte. Beim Ablegen schiebt sich eine schwarze Wolkenwand über die Berge. Es donnert auch. Als wir uns dem kleinen Leuchtturm auf der Klippe Hr Krava nähern, verschwindet diese immer öfter in Gischtwolken, der Windmesser pendelt zwischen 18 und 24 m/sec, also 9 Bft. Ich entschließe mich ,diesen Sturm im Hafen abzuwarten. Die andern haben auch diesen Entschluss gefasst, wir liegen wieder an der Pier. Es kommen nur 3,6 sm auf die Logge, später kommt auch die Flaute und wieder- dank Günther - ein Paar Gramm auf den Bauch.
Dienstag
Dienstag: Der Wind hat um 180 Grad gedreht. Wir müssen nach Korcula kreuzen. Da die See beim kleinen Leuchtturm recht bewegt aussieht, wollen wir gleich ein Reff einlegen. Also das Groß bis zum 1-ten Reff hoch und Smeerreps dichtholen. Soweit kommt es nicht, denn vorher verschwindet das Segel in seiner Tasche und das Fall im Top. Also zurück an die Pier und rauf auf den Spargel. Making Smiles macht gute Miene zum bösen Spiel und nimmt unsere Leinen an. Von oben kann ich dann sehen, wie Jojo mit Notpinne anlegt. Erfahren habe ich es erst, als ich wieder unten angekommen bin. Bei seinem Schiff sind die Steuerräder ausgefallen. Nach einer Stunde sind auch die Monteure da. Sie reparieren die gerissene Steuerkette mit einem Karabinerhaken aus ihrem Schlüsselbund!! Wenn es dann hält. Wir wundern uns über die merkwürdigen Beulen an den Steuersäulen aller drei Schiffe. Es wird der nächste Abend in Vis, und nur 1,8 sm sind auf der Logge.
Mittwoch
Mittwoch: Wir haben die Segel noch nicht gesetzt, als sich Jojo über Kanal 16 meldet. Er berichtet, dass die Steuerkette den ersten Probekreis nicht überlebt hat. Wir hatten es geahnt. Da er ja noch den Autopiloten und die Notpinne hat, beschließen wir, dennoch nach Stari Grad zu fahren. Da Segelmanöver so schlecht zu fahren sind und wir nicht wissen, was noch ausfällt, fahren wir den Törn als Geschwader unter Maschine. Die Monteure von Mooring wollen auch zu unserer ETA dort sein. Sie kommen dann um14.00 Uhr, eine Stunde nach uns. In dieser Zeit hat Josef schon mal die entsprechend Backskiste ausgebaut und entdeckt, dass der Steuerbordstopper des Ruderquadranten abgebrochen ist. Wir andern untersuchen durch den Deckel der Notpinne die beiden anderen Schiffe. Auf beiden sind die Stopper an Steuerbord abgebrochen. Bei Making Smiles sehen wir einen reparierten Stopper an Backbord. Nun können wir uns auch die Beulen in den Steuersäulen erklären. Sie stammen von den Terminals, die die Steuerseile und Ketten verbinden. Bei Making Smiles kann man auch erkennen, dass beide Stopper abgebrochen waren. Ich baue auch die Backskiste aus und fördere das entspechende Bruchstück zutage sowie eine volle große Flasche Campinggas. Sie lag einfach so in dem eigentlich nicht zugänglichen Raum des Schiffs. Bei harter See ein schönes Geschoß. Die Monteure wollen eigentlich nach dem Flicken der Steuerkette abfahren, aber wir erklären ihnen, dass auf allen drei Schiffen die Stopper fehlen und somit die Reparatur nicht fertig sein könne. Daraufhin versuchen sie, den Ausschlag des Ruders durch einen Stropp aus ihrer Achterleine zu begrenzen, den sie am verbliebenen Stopper festknoten. Stari Grad ist schön, selbst bei Regen. 23.2 sm sind auch auf unsere Logge gekommen.
Die Insel Hvar ist eigentlich bekannt für die übers Jahr verteilten 2700(!) Sonnenstunden. In Stari Grad (3000E) steht das Sommerhaus des bedeutenden kroatischen Dichters Petar Hektorovic (16.Jh.) mit einem hübschen Garten und einem gemauerten Teich voller Meeräschen. Auf den Mauern sind lateinische Inschriften angebracht.
Im Ort gibt es ein Archäologisches Museum mit Fundstücken aus illyrischer und römischer Zeit. Alte Steinhäuser, schmale Gassen, ein römisches Ruinenfeld und gemütliche Kneipen machen den Reiz dieses Ortes aus.
Donnerstag
Donnerstag: Um 9.00 Uhr legen wir ab. Bald ist die Genua ausgerollt. Günther ist in der Kombüse beschäftigt und möchte es ruhig haben. Also bleibt es bei dieser Beseglung, die anderen setzen auch das Groß. Wir lassen dafür die Insel Mrduja an Backbord liegen und sind so fast vor ihnen in der Hafeneinfahrt. Es wird ein langer Abend in der schönen Stadt Milna. Erst einen Kaffee in der Bar vor unseren Schiffen, dann ein Spaziergang zu Jojos Schiff, es liegt 5 Min. entfernt, dann bekämpfen wir das Werk von Günther und schaffen es, den Topf zu leeren. Vom anderen Schiff sind bald alle bei uns. Als letzter geht Josef, aber Gerd lässt sich nicht davon abhalten, ihn zu begleiten und noch einmal den Ort zu durchstreifen. Ich schlafe etwas, bis ein Gewitter mit ein paar Böen mich in den Halbschlaf zurückholt. Ein dumpfer Knall macht mich endgültig wach. Es muss etwas mit unserer Laufplanke sein, denke ich und gehe nachsehen. Die Planke ist an Ort und Stelle, nur Gerd liegt drauf. Er hat ein Bein im Wasser und versucht vergeblich, sich ins Boot zu ziehen. Ich wecke Günther, und zu zweit gelingt es uns, Gerd ins Schiff und auf die Beine zu bekommen. Er kann seinen rechten Arm nicht einsetzten geschweige dann heben. Also rufe ich Josef an, und bitte ihn, Franz zu wecken. Nach einer viertel Stunde kommen Jojo, Ulli und Franz. Etwas verschlafen untersucht er Gerd. Einen groben Bruch kann er ausschließen, nur muss das Schultergelenk eingerenkt werden. Franz begibt sich gleich zur Tat, denn je länger man wartet, umso weher tut es. Gerd erträgt die Tortur tapfer. Ob etwas abgerissen ist, können nur Röntgenbilder zeigen. Die Restnacht schlafe ich so tief, wie unsere Wolfgangs. Sie hören erst beim Frühstück, was geschehen ist.
Milna liegt auf der Insel Brac. Es ist ein kleiner, windgeschützter Hafenort, im 17.Jh. gegründet, mit einer großen und gut ausgestatteten Marina.
Freitag
Freitag: Wir laufen um 10.00 Uhr aus. Es sind 35 kn Wind angesagt, das entspricht gut 8 Bft. Wir setzten das Groß mit 2 Reffs und segeln in einem langen Schlag bis hinter Trogir. Wir haben 3 -4 Bft. herrlichen Sonnenschein, also das Wetter, das wir uns die ganzen Tage vorgestellt hatten.
Um ca. 16.30 Uhr sind wir im Hafen. Es kommen nochmals 20,5 sm auf die Logge.
Wir klarieren noch am gleichen Abend aus und diskutieren die Fehler der Boote mit dem Basisleiter.Da er sehr uneinsichtig und unwirsch reagiert, beschließen wir alles weitere zu Hause zu erledigen. Der Abend wird schön, alle 15 an einem großen Tisch bei gutem Essen und entsprechender Stimmung.
Die Moral von der Geschicht: Traue auch neuen Booten nicht. Alle drei Moorings 494 sind im Mai 2004 das erste mal ins Wasser gekommen. Die Boote sind also als neu zu bezeichnen und in der Charter schlägt das zu Buche. Dennoch haben uns die defekten Steuerungen den Törn etwas vergellt und das Vertrauen zu Jeanneau stark getrübt.
Im vorigen Jahr hatten wir ein total blockiertes Ruder auf einer 5 Monate alten Moorings 505. Wir konnten auf Legerwall bei einer See von ca 2 m nur Kreise vor den Felsen fahren und uns ihnen langsam nähern. Damals habe ich eine Kabine ihres Innenausbaus entledigt und ein Steuerrad stillgelegt, und so einen Totalverlust verhindert. Diese Erfahrungen zeigen, dass man sich nie auf die Schiffe verlassen sollte und mindestens ein Teil der Crew einige Erfahrung und technisches Wissen mitbringen sollte. Das ist ein Grund, warum die Segelabteilung des CfWP solche Törns anbietet. So können noch nicht so befahrene Mitglieder ihre Erfahrungen machen, ohne gleich auf sich allein gestellt zu sein. Außerdem kommt natürlich Spaß, Kultur und Kulinarisches - letzteres je nach Veranlagung der Crew - nicht zu kurz.
Vielen Dank an unsere Skipper Marcus und Jojo als Organisatoren dieses Törns.
Die Crew von Joie de vivre: Wolfgang Gell, Gerd Bähr, Günther Rauh ,Wolfgang Gloeckner
Die Crew von Jezabel: Andreas Banai, Hans-Ulrich Schmidt, Franz Höfinghoff, Hans-Jürgen Lehmann
